Über 100.000 Fachbesucher und mehr als 2.600 Aussteller zeigen: Die Transformation des Energiesystems ist in vollem Gange. Unser Besuch auf der The smarter E Europe 2026 in München zeigt, welche Trends die Energiewirtschaft aktuell prägen und welche Themen für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette an Bedeutung gewinnen.
Wachstum gegen den Messetrend
„Volle Hallen, eine dynamische Atmosphäre und lebhafte Stimmung“ so heißt es in der Pressemeldung des Veranstalters. …und in der Tat: Während viele Industriemessen in Europa mit rückläufigen Besucher- oder Ausstellerzahlen kämpfen, hat sich die „The smarter E Europe“ in München in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Seit ihrer Einführung als Messeallianz im Jahr 2018 hat sie sich von einer Zusammenführung mehrerer Fachmessen – Intersolar, ees, Power2Drive und EM-Power Europe – zu einer der wichtigsten internationalen Plattformen für die Energiewirtschaft entwickelt.
Vernetzung statt Einzeltechnologien
Die diesjährige Veranstaltung unterstrich diese Entwicklung eindrucksvoll. Die starke internationale Präsenz von Ausstellern und Besuchern war dabei ebenso spürbar wie die positive Grundstimmung der Branche.
Im Mittelpunkt standen weniger einzelne Produkte als vielmehr das intelligente Zusammenspiel aller Komponenten eines erneuerbaren Energiesystems.
Besonders auffällig waren:
- die große Start-up-Area mit innovativen Geschäftsmodellen,
- die enge Vernetzung von Photovoltaik, Batteriespeichern, Ladeinfrastruktur, Software und Netztechnik,
- sowie der deutliche Trend zu digitalen und flexiblen Energiesystemen.
Die zentrale Botschaft lautet: Nicht einzelne Technologien entscheiden über den Markterfolg, sondern ihre Integration in leistungsfähige Gesamtsysteme.
Flexibilität wird zum Schlüsselthema
Ein Begriff zog sich nahezu durch alle Messehallen: Flexibilität.
Ob Batteriespeicher, intelligentes Lastmanagement, virtuelle Kraftwerke oder bidirektionales Laden – Lösungen zur Steuerung und Vernetzung dezentraler Energiequellen gewinnen deutlich an Bedeutung.
Die Messe machte deutlich, dass viele dieser Technologien den Pilotstatus verlassen haben. Heute stehen Skalierung, Wirtschaftlichkeit und industrielle Umsetzung im Vordergrund.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Innovation entstehen heute häufig dort, wo Branchen zusammenwachsen und neue B2B Partnerschaften entstehen. Für Unternehmen entlang der Energie- und Industrie-Wertschöpfungskette ergeben sich daraus neue Fragestellungen.
- Welche Technologien setzen sich in welchen Märkten durch?
- Welche Geschäftsmodelle entstehen an den Schnittstellen zwischen Energie, Mobilität und Digitalisierung?
- Welche Akteure prägen künftig die Wertschöpfung?
Für Unternehmen ist es daher wichtiger denn je, technologische Entwicklungen, Wettbewerber und neue Marktteilnehmer frühzeitig zu beobachten und die besten Expertenmeinungen durch fundierte Marktforschung einzuholen und zu bewerten.
Wie ist Ihre Meinung? Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell im Bereich Energieinfrastruktur?
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
Sebastian Lüttig
+49 6201 9915 67
Sebastian.Luettig@SchlegelundPartner.de
© Schlegel und Partner 2026
