Der von den Verbrauchern ausgehende Druck zur antibiotikafreien Hühnerproduktion auf dem nordamerikanischen Markt hat die Geflügelproduzenten dazu gezwungen, den Schwerpunkt verstärkt auf mehrschichtige Strategien zur Krankheitsprävention zu legen. Dies hat zur Entwicklung neuer Produkte und Technologien geführt, die als eine Reihe von Alternativen zusammenwirken, die Gesundheit der Herden gewährleisten und sogar die Effizienz steigern, ohne dabei auf Antibiotika zurückzugreifen. Die Ausgaben für die Herdengesundheit wurden in neue Bereiche umgelenkt. Dies hat das Kaufverhalten, die Beziehungen innerhalb der Lieferkette und das Risikomanagement in der Masthähnchenindustrie neu ausgerichtet.  

In der US-amerikanischen Masthähnchenindustrie wurden jahrzehntelang Antibiotika zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten sowie zur Wachstumsförderung eingesetzt. Anfang der 2000er Jahre wuchs jedoch die Besorgnis von Gesundheitsorganisationen, dass der weit verbreitete Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung ein Faktor sein könnte, der zur Antibiotikaresistenz (AMR) in der Humanmedizin beiträgt. Die Masthähnchenindustrie rückte dabei in den Mittelpunkt der Diskussion, da die Geflügelproduktion in den USA vertikal strukturiert ist und einen deutlich kürzeren Lebenszyklus aufweist als die Rinder- oder Schweinehaltung.

Als die Besorgnis der Verbraucher hinsichtlich Antibiotika zunahm, sahen Marketingfachleute und Einzelhändler eine Chance zur Differenzierung auf dem Markt, und Kennzeichnungen wie „Raised without Antibiotics“ (RWA), „Antibiotic Free“ und insbesondere „No Antibiotics Ever“ (NAE) tauchten als Differenzierungsinstrumente auf. Mitte der 2010er Jahre gingen große Restaurantketten und Einkäufer im Einzelhandel öffentliche Verpflichtungen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes ein, was der wachsenden Bewegung noch mehr Schwung verlieh. Bald entwickelte sich die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes von einer Nischen-Premiumkategorie – 2012 gaben etwa 4 % der Masthähnchenproduktion an, NAE zu sein – zu einer Mainstream-Anforderung in der Lieferkette, wobei heute über 60 % der Branche antibiotikafrei sind.

Die Nachfrage nach NAE-Geflügelprodukten stellte die Erzeuger jedoch vor eine neue Reihe von Herausforderungen, da in Masthähnchenhaltungssystemen ein erhöhtes Risiko für Kokzidiose, nekrotische Enteritis, verschiedene andere Infektionen in der Brüterei sowie allgemeine Tierschutzprobleme in den Beständen bestand. Infolgedessen musste die Geflügelindustrie ihre Bestandsmanagementsysteme neu auf die Krankheitsprävention ohne den Einsatz von Antibiotika ausrichten. Da es derzeit kein „Wundermittel“ gibt, das Antibiotika vollständig ersetzen könnte, war die Branche gezwungen, mehrschichtige Präventionsstrategien zu entwickeln. Zu diesen Strategien gehören Maßnahmen wie Impfprogramme, Probiotika, Präbiotika, organische Säuren, Phytogenika und Enzyme. Diese Produkte, die zuvor als Nischenprodukte galten, wurden plötzlich zu wichtigen Hilfsmitteln für Geflügelproduzenten und eröffneten jedem dieser Segmente neue Marktpotenziale. Die Integratoren kombinieren diese Instrumente und überwachen ihre Wirksamkeit genau.

Wir bewerten, wie sich dieser Wandel auf die Kaufentscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Geflügelbranche ausgewirkt und neue Marktchancen geschaffen hat. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in den Biowissenschaften, einem umfangreichen Netzwerk und einer breiten Palette an Instrumenten kann Schlegel und Partner Ihnen helfen, Antworten auf Ihre Fragen zu finden, wie zum Beispiel:

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